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  Gesamtkunstwerk - das Gesamtkunstwerk Orth Haus in Bonn / Köln ist Privat Museum, Kunstverein, Galerie, top und exclusiv als Event Location und Kunst Oase.
Die exklusive Event Lokation ist ein prominenter Kultur und Gourmet Tipp im Rheinland. Im Orth Haus gibt es ständige Ausstellungen von ca. 30 internationalen Künstlern.


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Gesamtkunstwerk




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 Gesamtkunstwerk
08.08.2007 | 16:56 Uhr   News drucken

Gesamtkunstwerk
Essen und Trinken im Gesamtkunstwerk

In einer unspektakulären Wohnstraße liegt das Haus von Peter J. Orth. Hier erwartet der Besucher allenfalls gediegene Langeweile. Umso mehr tanzt Haus Nummer 45 aus der Reihe.

Blau wie das Meer, blau wie der mediterrane Himmel leuchten einem nämlich Zaun und Fassade entgegen, und die Farbe Blau bestimmt auch die schön geschnittenen Räume im Erdgeschoss des Dreißiger-Jahre-Baus. So viel Bläue auf so engem Raum kommt nicht von ungefähr. Sie symbolisiert jene Weite des Horizonts, jenen romantischen Traum von Freiheit, dem viele heimlich anhängen und dem nur wenige zu folgen im Stande sind.
Schon den ganz kleinen Peter, weiß die Familiensaga, lockt die große Welt, wenn er mit seinen drei Jahren und seinem Dreirädchen auch nur die paar Kilometer bis zur Oma kam, wo man ihn erst einmal wieder einfing.
Als Vierzehnjähriger trampte er dann aber schon weitaus erfolgreicher überall in Europa herum. Und mit sechsunddreißig kappte er endgültig alle Bonner Taue und segelte ganze achtzehn Jahre über die Meere.

Er entdeckte die Langsamkeit, die Einsamkeit, die Stille. Und fühlte sich, so sagt er heute, wie ein Zeitmillionär. Er hielt die Schönheiten der Natur und ihre Veränderung durch die Kultur in unzähligen Fotografien fest. Er verfasste Artikel und Bücher darüber.

Nach seiner Rückkehr hat der geborene Künstler und Kunstfreund deshalb aus dem Haus seiner Eltern und seinem Geburtshaus auch nicht einfach eine Galerie gemacht. Er hat etwas ganz Einzigartiges geschaffen, eine Art Gesamtkunstwerk, das nach seinen Entwürfen und im Zusammenwirken mit Künstlern aus vielen Nationen entstanden ist und in das Reiseerlebnisse und Lebenserfahrungen mit den unterschiedlichsten Menschen eingeflossen sind.

Ein dreiteiliges Relief im Eingang verdeutlicht diese Grundremineszenz: Hände von Menschen, denen man begegnet, Gesichter von Menschen, die man in Erinnerung behält, Fußspuren von Menschen, deren Wege man kreuzt und wieder verlässt. Gewinn. Verlust.
Was bleibt, das können Fotos zeigen, die Ausbeute seiner Fahrten. Das können die Werke anderer Künstler belegen, die dem Haus Orth freundschaftlich verbunden sind. Und das verdeutlicht am allerbesten ein Gang durch das Haus selbst.
Auf insgesamt 450 Quadratmetern, die gleichzeitig Lebensraum, Ausstellungsgelände und Veranstaltungsort sind, begegnet man im Wechsel der Räume wie der Ausstellungen immer neuen Gemälden, und Grafiken, Skulpturen und Keramiken, kunstvoll verzierten Teichbecken und fantasievoll gestalteten Tischdekorationen. Im Innenhof, dem „Garten des Poseidon“, plätschern drei Brunnen. Im luftigen Zeltdach tummeln sich fliegende Fische. Hinter einer „Wellenmauer“ erstreckt sich der „Garten der Düfte“. Und zuletzt entdeckt man die „Insel“.
Über Lavendel, unter wild rankendem Wein recken sich wunderliche Köpfe, neben reifen Kiwis halten skurrile Figuren Wache, auf weißen Wänden wiederholen sich maritime Motive: Boot und Segel, Seeigel und Fische. Poseidon lässt grüßen.
Manchmal sieht es aus, als habe da ein großer Junge nie aufgehört, Sandburgen zu bauen und mit Muscheln zu verzieren.
Doch wenn man mit dem Erfinder dieser Fantasiewelt samt Fantasienamen in dem natürlich ebenfalls selbst gestalteten Marmorrund unter dem Blätterdach des alten Apfelbaumes sitzt und über das Verhältnis von Natur und Kultur, Mensch und Kunst spricht, dann entpuppt sich Lebenskünstler Orth als Philosoph, wie er so in keinem Buche steht. Dann wird deutlich, was bei ihm, neben der Kunst, ganz obenan rangiert: Kommunikation. Gegenseitiger Austausch, Begegnung von Menschen. Wobei er nicht nur seine Kundschaft, sondern auch seine direkten Hausnachbarn meint. Mit denen, sagt er, habe er sich gleich zu Beginn über seine Pläne ins Einvernehmen gesetzt, und verweist auf den Wein, der vom Nachbargarten friedlich zu ihm herüber rankt.
Ihm zur Seite sitzt dabei Bärbel Weides, die selbst als Künstlerin erfolgreich ist. Natürlich sind ihre Glasbilder ebenfalls in dem Haus zu sehen, dessen Schöpfungsgeschichte sie voll Fantasie beschrieben hat.
Die alphabetische Liste der Künstler des Hauses von Otmar Alt bis Ernst Yelin ist im Übrigen so lang, wie die Räume voll sind. Selbst dort, wo bei anderen Häusern das Auto untergebracht ist, stehen ihre Skulpturen, hängen ihre Bilder. Einige, wie Josef
Beuys, haben sogar einen kleinen Raum für sich.
„Willkommen im Orth-Haus“ – so der Faltblatt-Titel – sind aber nicht nur Galerie-Besucher. Schnell ergäbe sich eine ungleich längere Liste von renommierten Firmen, Verbänden und Organisationen, aber auch von Privatpersonen, die seit der Eröffnung im Jahr 1997 die neue Adresse genutzt haben; für Events, Büfetts, Konzerte, Lesungen, Tagungen, Empfänge, Workshops, Vernissagen, Hochzeiten, Geburtstage, Gartenfeste, Galadiners... Bis zu 200 Personen lassen sich je nach Anlass bewirten. Für das leibliche Wohl sorgt dabei auf verlässliche Weise die „Verwandschaft“: Schwiegersohn Paul Verweyen, der vorher als Küchenmeister in der Landesvertretung von Baden-Württemberg den Löffel schwang, hat sich inzwischen selbstständig gemacht; er liefert die Büfetts. Die Gourmet-Galas kommen aus der Küche des Zwei-Sterne-Kochs Hans Stefan Steinheuer in Bad Neuenahr; der wiederum ist ein Vetter des Hausherrn.

All dies verrät ein Werbe-Video, auf dem Allround-Talent Orth seine Oase für Kunst und Kulinaria vorstellt. Zusammen mit André Pankratz, einem jungen Künstler, hat er überdies eine Homepage gestaltet, die mit dem Wort „page“ nur untertreibend beschrieben ist; die vielen liebevoll gestalteten Seiten sind nichts für Leute, die nur mal rasch ins Internet gehen, sie ver-langen Geduld. Das aber entspricht wieder ganz dem Geist des Hauses und der Philosophie seines Besitzers: „Es gibt nicht alles im Leben in der ersten Sekunde!“ Etwas Muße sollten Besucher also mitbringen.


 
Foto © KStA

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